Die Gelegenheit, die hervorragende Präsentation mit Werken Salvador Dalis in einem für Ausstellungen ungewöhnlichem Ambiente – einer zum Konzert- und Ausstellungssaal umfunktionierten ehemaligen Werkhalle – zu besuchen, nutzen in diesen Tagen aber nicht nur viele Solinger Schulklassen. Schon kurz nach Beginn der Öffnungszeit am Nachmittag sind täglich mehr Menschen in der Dali-Ausstellung anzutreffen, als in manchen Museen an einem ganzen Tag zusammengerechnet – und das nicht nur in Solingen.
Die von der Egon Evertz KG gesponserte und ermöglichte Dali-Ausstellung wird alle Besucher-Rekorde in der Klingenstadt sprengen, soviel ist jetzt schon sicher. Zwischen 750 und 1000 Besucher werden seit der Eröffnung in der Werks-halle 11 gezählt – und das täglich. Kein Wunder also, dass Oberbürgermeister Franz Haug schon am Eröffnungsabend Egon Evertz und seinen Mitarbeitern für den bedeutsamen Beitrag für das Kulturleben Solingens dankte.
„Das Dali-Dreieck im Empordá“ umfasst nicht nur über 140 Werke aus mehreren Privatsammlungen – ausgewählt von dem Sammler und Dali-Experten Heinz Ess –, sondern die wertvollen Exponate werden ergänzt durch eine Begleitausstellung, die mittels Fotografien und Texttafeln zu einer Reise in die Welt Dalis in Spanien einlädt – zusammengestellt von Martina Evertz (Atelier "button-art"). Und über allem wacht in der Werkshalle 11 der weltberühmte Meister selber – in Form einer auf der Bühne stehenden lebensgroßen Figur, die der Künstler Joaquim Ros Sabaré geschaffen hat.
Ein Lob für Evertz
Zu: Salvador-Dali-Ausstellung
Wir waren von dieser Ausstellung begeistert !
So etwas hatten wir in Solingen (als alte Solinger) wirklich nicht erwartet. Dazu noch kostenfrei. Vielen Dank an die Familie Evertz, die das ermöglicht hat. Zudem konnte man sich gratis "stärken". Wir waren sehr beeindruckt und können der Stadt nur gratulieren, dass sie solche Gönner hat. Genauso denken wir auch beim Anblick des tollen Edelstahl-Denkmals am Dreieck. Toll, das passt zur modernen Klingenstadt. Auch hier ein herzliches Dankeschön an die Familie Harald Wüsthoff aus der Nachbarstadt, wo es sich mit dem ST-Abo auch gut leben lässt.
Leserbrief im Solinger -Tageblatt vom 21.11.2008 von:
Inge und Bernd Holland-Moritz
99 Leichlingen
3500 BESUCHER BEI DALI-AUSSTELLUNG
Rund 3500 Besucher sahen bis gestern Mittag die Salvador-Dali-Ausstellung in der Werkshalle der Egon Evertz KG (Birkenweiher) Darunter waren Schulklassen mit 315 Schülern von 14 Solinger Schulen. Die seit dem 2. November laufende Ausstellung ist noch bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, zu bezichtigen.
Solinger Tageblatt vom 15.11.2008
Noch bis zum 16. November ist in der Werkshalle 11 der Egon Evertz KG die Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Empordá“ zu sehen.
Solingen (RP)
Die Präsentation mit Werken von Salvador Dali hat sich zum Publikumsmagneten entwickelt.
Lange nachdem die Klasse der Friedrich-Albert-Lange-Gesamtschule die Werkshalle 11 auf dem Werksgelände der Egon Evertz KG am Birkenweiher verlassen hat, betrachten Anna Scheurer (16) und Jonathan Malenbach (17) in der Ausstellung noch immer aufmerksam die 1970 entstandene Bilderserie „Professions – Elf Berufe“ von Salvador Dali. „Wir hätten die Dali-Ausstellung auch privat besucht, also ohne unsere Klasse“, erzählt Jonathan.
Für beide Schüler ist es die erste Begegnung mit den Kunstwerken des bedeutenden Malers. Wie alle Schulklassen haben sie von Marianne Göllner zu Beginn ihres Besuchs der Dali-Ausstellung eine kurze Einführung zu Leben und Werk des Künstlers erhalten.
Anna Scheurer erklärt, dass ihr die Lithografien des spanischen Surrealisten zu den elf Berufen besser gefallen, als manche der in der Werkshalle gezeigten Grafiken Dalis zu Werken der Weltliteratur. Von denen in der Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Empordá“ etwa der komplette Lithographie Zyklus zum „Don Quichotte“, oder auch die 100 Farbholzschnitte zur „Göttlichen Komödie“ zu sehen sind.
Gedanken und Träume
Der Faszination der Bilder und auch des Künstlers Dali können sich beide FALS-Schüler nicht entziehen: „Uns gefällt die Art, wie er seine Gedanken und Träume in den Bildern zeigt“, so Jonathan.
INFOÖffnungszeiten
Öffnungszeiten
Die Ausstellung „Das Dali-Dreieck in Emporadá“ in der Werkshalle 11 der Egon Evertz KG am Birkenweiher ist bis zum 16. November zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten: werktags von 15 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr.
Am Sonntag, 9. November, ist die Ausstellung geschlossen.
Anmeldung für Schulklassen erbeten unter Telefon 22 31 10.
Von Michael Tesch
Rheinische Post vom 07.11.2008
Riesiger Andrang bei Dali
Einen bedeutsamen Beitrag für das Kulturleben unserer Stadt nannte Oberbürgermeister Franz Haug die am Samstag eröffnete Ausstellung von Werken des für den Surrealismus des 20. Jahrhunderts wegweisenden spanischen Künstlers Salvador Dali (1904-1989): „Eine einmalige Gelegenheit! Für zwei Wochen brauchen Solinger nur um die Ecke zu gehen, um Kunst von Weltgeltung zu sehen.“
Der Blickfang in der hellen Werkshalle 11 der Egon Evertz KG am Birkenweiher ist die lebensgroße Statue des Künstlers, erstellt von Bildhauer Joaquim Ros Sabaré, die es mit Dalis charakteristischer Krücke sonst nirgendwo mehr in der Welt gibt.
Die Besucher können Dalis Surrealismus ganz hautnah erleben. Was hier dem Mäzen Egon Evertz von neun Privatsammlern aus ganz Europa als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurde, übertrifft alle Erwartungen, weil man nicht nur über 140 unterschiedlichste Werke zu sehen bekommt, sondern mit der Fotoreportage von Martina Evertz (Atelier "button-art") auch an seinen Wirkungskreis im „Dali-Dreieck“ im spanischen Empordà herangeführt wird.
Gebührende Würdigung eines bescheidenen Unternehmers
Vom Theater-Museum in Figueres, mit dem sich Dali ein Denkmal gesetzt hat, über das Dali-Haus in Portligat bis zum Schloss Púbol, dem letzten Wohnsitz des Künstlers, reichen die Impressionen, die im reichhaltigen Katalog ausführlich erläutert werden.
Egon Evertz selbst, der bei der Begrüßung nur ganz bescheiden seinen Mitstreitern dankte, die mitgeholfen haben, die Ausstellung umzusetzen, erhielt von Oberbürgermeister Franz Haug die gebührende Würdigung, indem er die verschiedenen Karrieren des Unternehmers vom Rennfahrer über Schachspieler bis zum Musiker hervorhob: „Die hier gezeigte Verschränkung von Kunst und Arbeitswelt ist wohl einmalig.“ Umrahmt wurde die Eröffnung vor etwa 300 geladenen Gästen von Hubert Käppel, Professor für klassische Gitarre an der Musikhochschule Köln, der mit Gitarrenmusik aus verschiedenen Epochen „jenseits des Flamenco“ den festlichen Rahmen musikalisch unterlegte.
Der Dali-Experte Heinz Ess, im Hauptberuf Mediziner, führte die Gäste in die Bildersammlung ein, in deren Mittelpunkt die 1960 entstandenen Aquarelle in Holzschnitttechnik zu Dantes „Göttlicher Komödie“ stehen. Besondere Kostbarkeiten sind in Vitrinen untergebracht. Neben einem Originalporträt von Sigmund Freud fallen da besonders die frühen Lithographien zu „Don Quichotte“ und der elf Berufe umfassende Zyklus „Professions“ ins Auge.
Öffnungszeiten bis 16. November: montags bis freitags 15-19 Uhr, samstags/sonntags (nicht am 9. November) 10-17 Uhr.
Solinger Tageblatt vom 01.11.2008
Dalis Don Quichotte bei Evertz
Dass der Unternehmer Egon Evertz der Musik zugetan ist, das wissen viele, die Unterstützung der Musikschule legt dafür Zeugnis ab. Ab Sonntag zeigt er auch eine seiner anderen Seiten: den Faible für den spanischen Surrealisten Salvador Dali.
Und diese Ausstellung ist etwas besonderes, baut auch Berührungsängste gegenüber der Kunst ab: Gezeigt werden unter anderem der komplette Lithographie-Zyklus "Don Quichotte" und der komplette, 100 Farbholzschnitte umfassende Zyklus " Die göttliche Kömödie". An ihm arbeitete Dali mehrerhre. 3500 Platten brauchte er für die 100 Bilder um die verblüffenden Farbschattierungen auf das Papier zu bringen. Gleichfalls werden die einzigen Fotocollage-Arbeiten des Künstlers gezeigt.
"Das Dali-Dreieck in Emporada" Werkshalle 11 der Egon Evertz KG, Birkenweiher. 2. bis 16. November. Werktags 15 bis 19 Uhr, sa. und so. 10 bis 17 Uhr (am 9. November geschlossen). Eintritt frei. Anmeldung für Schulklassen: Tel.: 22 31 10.
"Das Solinger" vom 1./2. November 2008
Dali-Ausstellung in der Werkshalle 11
Solingen (RP) Am kommenden Samstag, 1. November, wird in der Werkshalle 11 der Evertz GmbH am Birkenweiher 60-80 die Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Empordà“ eröffnet. Die Ausstellung mit druckgraphischen Werken des berühmten surrealistischen Malers Salvator Dali ist bis zum 16. November zu sehen. Am 1. (Eröffnungstag) und 9. November ist die Präsentation für den Publikumsverkehr allerdings nicht zugänglich. Öffnungszeiten an den anderen Ausstellungstagen sind montags bis freitags von 15 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr.
Rheinische Post vom 28.10.2008
Das Werk des doppelten Dali
( Von Jan Crummenerl )
„Was? Schon wieder irgendeine Dali-Ausstellung?“ Sammler Heinz Ess nimmt Einwände vorweg und entkräftet sie: Gerade das grafische Schaffen des spanischen Malers ist eine eigene Welt, die von einem weitreichenden Genie zeigt. Vieles, was heute die Avantgarde mache, habe Dali schon in den 50er Jahren vorweggenommen. Im Gegensatz zu den planvollen Ölarbeiten spreche im grafischen Werk der Künstler direkt im „schnellen Moment“ der Zeichnung.
Davon kann sich das Publikum ab dem 2. November in der Werkshalle der Egon Evertz KG überzeugen. Hier zeigt in einer Ausstellung der Solinger Unternehmer rund 150 grafische Werke von Dali – unter anderem aus der Sammlung von Heinz Ess.
So wie diese Ausstellung einen anderen Zugang zu Dali schafft, solle auch der Betrachter einen neuen Blickwinkel einnehmen. Heinz Ess: „Man darf Dali nicht vom Ende her verstehen.“ Um den Exzentriker, der sich auch manche anmaßende und skandalöse Entgleisung leistete, und seine Arbeit zu begreifen, muss man an den Anfang.
Dali hatte einen sieben Jahre älteren Bruder, der neun Monate vor der Geburt des Malers starb. Er hieß ebenfalls Salvador Dali. „Die tiefreligiösen Eltern sahen in Sohn 2 die Reinkarnation des toten Bruders“, sagt Ess, der sich als Mediziner auch mit Psychologie und Psychiatrie befasst. Der kleine Salvador war sich also nie der Liebe seiner Mutter sicher: Liebt sie ihn oder nur die Kopie seines Bruders? „Dali war daher zeitlebens bemüht, eine eigene Persönlichkeit zu sein, ein Original.“ Hieraus erklären sich Leben und Schaffen.
Gezeigt werden unter anderem der komplette Lithographie-Zyklus „Don Quichote“ und der komplette, 100 Farbholzschnitte umfassende Zyklus „Die göttliche Komödie“. An ihm arbeitete Dali mehrere Jahre. 3500 Platten brauchte er für die 100 Bilder, um die verblüffenden Farbschattierungen auf das Papier zu bringen. Gleichfalls werden die einzigen Fotocollage-Arbeiten des Künstlers gezeigt.
Eine Fotoreportage begleitet die Ausstellung und gibt Einblicke in Salvador Dalis Land und Leben.
Nach dem Engagement von Egon Evertz für Musik und Musikschule ist nun das Veranstalten einer Ausstellung folgerichtiger Schritt für den Mäzen. „Die Unternehmensberater sagen, alles, was nicht der Profitoptimierung diene, habe nichts mit einem Unternehmen zu tun.“ Evertz ist anderer Meinung: Solches Engagement gehört zur Unternehmenskultur. Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Emporada“: Das druckgrafische Werk von Salvador Dali. Werkshalle 11 der Egon Evertz KG, Birkenweiher. 2. bis 16. November. Werktags 15 bis 19 Uhr, sa. und so. 10 bis 17 Uhr (am 9. November geschlossen). Eintritt frei. Anmeldung für Schulklassen: Tel.: 22 31 10.
Solinger Tageblatt vom 25.10.2008
Die Eroberung des Irrationalen
Von Michael Tesch
Solingen (RP) Erstmals zeigt die Egon Evertz KG in der Werkshalle 11 am Birkenweiher eine Kunstausstellung. „Das Dali-Dreieck Emporda“ lautet der Titel der Präsentation, die grafische Werke des surrealistischen Malers Salvador Dali vorstellt.
Als Salvador Dali im Mai 1904 im spanischen Figueras geboren wurde, erhielt er von seinen Eltern den gleichen Namen wie sein im Alter von sieben Jahren verstorbener Bruder. „Die Eltern waren nämlich überzeugt, dass er die Wiedergeburt seines Bruders war“, erklärt der Mediziner, Kunstsammler und Dali-Experte Heinz Ess. Und genau in dieser Geschichte läge nicht nur der Schlüssel zum Verständnis des Werkes des berühmten surrealistischen Malers (1904 - 1989), sondern auch zum teilweise sehr exzentrischen Auftreten Dalis. „Er war zeitlebens bemüht zu zeigen, dass er nicht die Wiedergeburt und Kopie seines Bruders, sondern ein eigenständiger und einzigartiger Mensch ist.“ Dafür, so Ess, hätte Dali auf seinem Weg der künstlerischen Eroberung des Irrationalen eben alle Grenzen sprengen müssen. „Er kannte kein Tabus“.
150 Werke Dalis
Aus seinem und dem Privatbesitz befreundeter Sammler hat Ess für die Egon Evertz K.G. eine Ausstellung mit Werken Dalis zusammengestellt, die unter dem Titel „Das Dali-Dreieck im Empordà“ ab dem 1. November in der Werkshalle 11 auf dem Firmengelände am Birkenweiher zu sehen ist. Insgesamt umfasst die Präsentation rund 150 Werke Dalis. Hinzu kommen die Exponate einer Begleitausstellung, die mittels Fotografien und Texttafeln zu einer Reise durch die vielseitige und ausdrucksstarke Welt Dalis einlädt. Konzipiert und zusammengestellt wurde die Begleitausstellung von Martina Evertz (Atelier "button-art")
Meisterkurs
Neben der Dali-Ausstellung sponsert die Egon Evertz KG auch einen Meisterkurs in der Solinger Musikschule . Professor Zakhar Bron, einer der weltweit berühmtesten Violin-Pädagogen, wird am 8. und 9. November an der Flurstraße einen Violin-Meisterkurs geben. Teilnehmer aus sechs Nationen sind dabei, darunter zwei Geigen-Schüler aus Solingen: Martin und Anja Röder. Zum Abschluss des Meisterkurses wird es am 9. November ein Konzert geben – um 18 Uhr in der Werkhalle 11.
Für den Unternehmer Egon Evertz ist die Ausstellung auch eine Premiere: „Für uns waren die Vorbereitungen diesmal ungewöhnlich, denn wir haben hier zwar schon Konzerte veranstaltet, aber eine Ausstellung haben wir im Rahmen unser bekannten Unternehmenskultur noch nicht gemacht.“ Zwei weltberühmte grafische Zyklen Dalis stehen im Mittelpunkt: die 1960 entstandenen Holzschnitte zu Dantes „Göttlicher Komödie“, die in Solingen mit allen 100 Blättern komplett gezeigt wird, sowie den 1957 geschaffene Lithographien-Zyklus zum „Don Quichotte“. Abgerundet werden diese beiden grafischen Serien durch Fotocollagen, die Dali zusammen mit Robert Deschames geschaffen hat, sowie Radierungen, Buchobjekten und einer Originalzeichnung (Portrait Siegmund Freud). Ess erzählt, dass zwei Ereignisse in seinem Leben ihn zu Dali geführt hätten. „Mein Vater hatte ein Haus in Spanien und ich glaube es war 1970 oder 1971, da hieß es eines Tages, die Rolling Stones würden bei einem verrückten Maler ein Konzert geben. Da bin ich natürlich hin – allerdings da noch wegen der Musik. Einige Zeit später habe ich dann eine Ausstellung in Baden Baden besucht und von dem Tag an lässt mich Dali nicht mehr los.“
Ausstellung „Das Dali-Dreieck im Emordà“, bis 16. November,r Werkhalle 11, Birkenweiher 60-80. Eröffnung am 1. November um 11 Uhr. Eintritt frei.
Solinger-Morgenpost vom 25.10.2008
Egon Evertz präsentiert Dali-Ausstellung
Er gehört wohl zu den bekanntesten und besten Malern des 20. Jahrhunderts. Und die Stilrichtung des Surrealismus ist untrennbar mit seinem Namen verbunden. Seine Werke sind in den großen Museen zu sehen, beispielsweise im Museum of Modern Art in New York und der Tate Gallery in London: Salvador Dali (1904 bis 1989). In einer einmaligen Ausstellung sind ab November rund 150 Arbeiten des exzentrischen Spaniers in Solingen zu sehen. Egon Evertz präsentiert die Werke Dalis in seiner Werkshalle am Birkenweiher.
„Ich hatte die Gelegenheit, Dali kennenzulernen.“
Egon Evertz Unternehmer
„Dali war ein hochinteressanter Mann“, berichtet Egon Evertz, der sich zur Zeit in Spanien aufhält, dem Tageblatt. Dort hat Evertz ein Haus in der Nähe des Wohnsitzes von Dali. „So hatte ich Gelegenheit, ihn auch persönlich kennenzulernen.“ Das traumhafte Werk ist für den Solinger Unternehmer ausgesprochen spannend. 2007 dann lernte Evertz die Witwe des langjährigen Privatsekretärs von Salvador Dali kennen. „Das Ehepaar besaß eine kleines, privates Dali-Museum, das aufgelöst wurde.“ Der Solinger übernahm eine lebensgroße Dali-Statue des spanischen Bildhauers Joaqium Ros Sabaté. So ergaben sich weitere Kontakte, auch zu einem spanischen Sammler, der viele Exponate von Dali besitzt. Aus dessen Privatsammlung, die schon in Berlin gezeigt wurde, ist die Solinger Ausstellung bestückt.
Unter dem Titel „Das Dali-Dreieck im Emporda“ werden bedeutende grafische Arbeiten zu sehen sein. Unter anderem der berühmte Lithografien-Zyklus von 1957 „Don Quichote“, „Die göttliche Komödie“ (1960), „Le Decameron“ (1972) sowie „Professions – Die 11 Berufe“ (1970). Daneben wird die Originalzeichnung „Portrait von Sigmund Freud“ gezeigt sowie die einzigen Fotocollagearbeiten Dalis, die der Künstler zusammen mit Robert Deschames gestaltet hat. Evertz: „Dali besuchte Freud in seinem Londoner Exil und hat ihn dabei mehrfach gezeichnet. Eine der Zeichnungen ist ebenfalls zu sehen.“ Neben den Werken von Salvador Dali informiert eine Bilderpräsentation in Form einer Fotoreportage über den Maler und das Land, das ihn inspirierte.
Ausstellung Salvador Dali: „Das Dali-Dreieck im Emporda“, 150 ausgewählte Werke. Werkshalle der Egon Evertz KG, Birkenweiher. Zu sehen vom 2. bis zum 16. November, mo. bis fr. 15 bis 19 Uhr, sa. und so. 10 bis 17 Uhr. Am 9. November die ist die Ausstellung geschlossen.
Solinger Tageblatt vom 09.10.2008
-------------------------------------------------
GUTEN MORGEN
Von Jan Crummenel
Solingen statt New York
Eine Stadt lebt vom Engagement ihrer Bürger. Das gilt für jede Stunde, die beispielsweise ehrenamtlich gestaltet wird. Das gilt auch für großzügigen, finanzkräftigen Einsatz. Jeder nach seinen Mitteln und Möglichkeiten. Egon Evertz gehört als Unternehmer zu den Solingern, die sich nicht lumpen lassen. Ohne ihn wäre etwa die Musikschule nicht da, wo sie jetzt stünde. Und nun mit einer großen Dali-Ausstellung bietet Evertz den Solingern und der Stadt ein echtes Ereignis. Dali gehört zu den bedeutenden Malern des 20. Jahrhunderts. Und auf jeden Fall zu den bekanntesten und interessantesten. Es gibt wohl kaum einen, der nicht die zerfließenden Uhren des surrealistischen Spaniers kennt. Aber wenn man seine Werke im Original sehen möchte, muss man sich auf die Reise machen – nach Köln und München, nach Madrid und New
York. Dank Egon Evertz ist eine solche Reise ganz kurz geworden. Man muss nur zum Birkenweiher.
Kommentar von J. Crummenerl im Solinger Tageblatt vom 09.10.2008
------------------------------------------------------------------------
Eine hochkarätige Ausstellung wird am 1. November in der Werkshalle der Egon Evertz KG (Birkenweiher) eröffnet. Evertz holt rund 150 ausgewählte Werke von Salvador Dali nach Solingen. Gezeigt werden Holzschnitte, Lithografien, Fotocollagen und Druckgrafiken. Die Werke des Meisters des Surrealismus werden bis zum 16. November gezeigt.
Solinger Tageblatt vom 08.10.2008